Massenschlägerei auf offener Straße in Bielefeld zwischen zwei verfeindeten Großfamilien Zehn Menschen verletzt: Streit um Tüte Chips der Auslöser?

Bielefeld (WB/cm/hz) -

Bei einer Massenschlägerei am Montagnachmittag zwischen zwei verfeindeten Großfamilien auf der Ziegelstraße in Bielefeld sind zehn Menschen verletzt worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Abend auf Anfrage. Grund für die Auseinandersetzung soll ein Streit zwischen vier Mädchen um eine Tüte Chips gewesen sein.

Die Polizei brachte alle verfügbaren Einheiten auf die Straße: sieben Streifenwagen-Besatzungen waren im Einsatz. Foto: Christian Müller

Polizeiangaben zufolge schlugen um kurz vor 16.50 Uhr Zeugen Alarm, nachdem auf der Ziegelstraße zwischen Herforder- und Eckendorfer Straße um die zwei Dutzend schreiende Frauen und Männer aufeinander losgingen. Ort der Massenschlägerei zwischen zwei verfeindeten Großfamilien, die laut Polizei aus Südosteuropa stammen, war in Höhe Ziegelstraße Hausnummer 89 kurz vor der Großtankstelle und Waschanlage „Mr. Wash“.

Der Auslöser für die handfeste Auseinandersetzung soll eine Tüte Chips gewesen sein. Zunächst hätten vier Mädchen miteinander gestritten. Als zwei Augenzeugen versuchten, die Situation zu entschärfen, die Beteiligten zu trennen und zu schlichten, seien erwachsene Familienmitglieder schreiend aus dem großen Wohnblock Ziegelstraße 89 gelaufen. Daraufhin sei den Zeugen die Situation zu heikel geworden und sie hätten die Polizei zu Hilfe gerufen, berichtete ein Beobachter.

Seit längerem schwele ein Streit zwischen den beiden Clans, sagte ein Polizeisprecher. Die Massenschlägerei mit zehn Leichtverletzten sei nicht die erste Auseinandersetzung zwischen den Großfamilien gewesen. Die an der Tat Beteiligten sollen demnach aus Bulgarien und Rumänen stammen und im Wohnblock zwischen Herforder Straße und Eckendorfer Straße untergebracht sein.

Polizisten hätten an die jeweiligen Familienoberhäupter sogenannte Gefährderansprachen gerichtet und sie auf strafrechtliche Konsequenzen aufmerksam gemacht, sagte der Sprecher. Die Oberhäupter seien aufgefordert worden, mäßigend auf ihre Angehörigen einzuwirken und die Situation zu entschärfen.